Zusammenfassungfen der bereits bearbeiteten Forderungskataloge

Achtung! Die Zusammenfassungen, die hier stehen, sind nicht die offiziellen Forderungen, sondern unsere privaten Zusammenfassungen, die uns als Arbeitsgrundlage dienen sollen. Die jeweils ausführlichen Forderungskataloge findet ihr unter den Links bei den jeweiligen Unis.

Forderungen Salzburg:

Stand 13.11.09 (siehe: http://www.unibrennt-salzburg.org/grundsatze-forderungen)

  • Bildung ohne Zugangsbeschränkungen, da Menschenrecht
  • Ökonomisierung der Bildung stoppen
  • Demokratisierung der Uni:

Wir fordern die gleichberechtigte Mitbestimmung der Studierenden in allen universitären Gremien. Wir fordern die Wiederherstellung der Befugnisse und Kompetenzen des Senats. Wir fordern die Abschaffung der Uniräte, welche auf die Kommerzialisierung der universitären Bildung abzielen. Wir fordern Budgettransparenz d.h. die Offenlegung aller Finanzaktivitäten und die demokratische Mitbestimmung bei der Budgetverteilung (aus dem Forderungskatalog der Uni Wien bzw. allgemein eine Forderung zur Transparenz?) Wir fordern Raum für die Selbstorganisation des universitären Lebens der Studierenden.

  • Freier Hochschulzugang:

Wir fordern die endgültige Abschaffung der Studiengebühren, auch für Nicht-EWR-BürgerInnen. Wir fordern die Abschaffung von Studieneingangsprüfungen, sowie von versteckten Zugangsbeschränkungen wie Studieneingangsphasen und Knock-Out-Prüfungen. Wir fordern die Abschaffung von Zugangsbeschränkungen für Master- und Doktoratsstudien. Wir fordern gleiches Recht auf Mobilität und Bildung unabhängig von StaatsbürgerInnenschaft.

  • Bildung statt Ausbildung:

Wir treten ein für die Möglichkeit eines freien, selbstbestimmten Studiums. Wir sprechen uns gegen die zwingende Vereinheitlichung durch das Bachelor-/Master-System aus, (soweit es die Qualität des Studiums mindert./ freie Wahl der Struktur) Wir fordern die finanzielle und institutionelle Förderung gesellschaftskritischer Lehre und Forschung an den Universitäten. Wir fordern die Abschaffung von Pflichtpraktika in den Studienplänen; freiwillige Praktika müssen kollektivvertraglich geregelt und bezahlt werden.

  • Bessere Finanzierung: mehr Unipersonal, mehr Studienplätze, mehr Geld vom Staat, sodass Drittmittel nicht gebraucht werden (steht da als „zur Abstimmung bringen?“) weniger Leistungsansprüche an die Uni (sind „überzogen“)
  • Besseres Beschäftigungsverhältnis für Arbeitende der Uni: faire Gehälter und langfristige Anstellungen, um das zu finanzieren Umverteilung der Staatsausgaben und Erhöhung von Besteuerung von Kapital und Vermögen

Forderungen Heidelberg:

Stand 13.11.09 (siehe: http://www.bildungsstreik-hd.de/inhalt/forderungen-2/forderungen-aus-der-neuen-universitat)

  • Freie Bildung: keine Bildungsgebühren, keine Zulassungsbeschränkungen
  • Überarbeitung Bachelor/Master: Abschaffung des Bachelor als Regelabschluss, Master für alle
  • Demokratisierung der Uni: mehr Mitbestimmung und Repräsentation der Studenten, Einführung der verfassten Studierendenschaft, keine Kommerzialisierung von Aufbau, Inhalten und Organisation der Uni
  • Bessere Lehr- und Lernbedingungen: Mehr Lehrpersonal, bessere Beschäftigungssituation für diese, Einheit von Forschung und Lehre statt Exzellenzinitiative, studentische Freiräume

Forderungen Marburg und Mainz

Stand 13.11.2009 (vom Bildungsstreik 2009, falls es Besetzungs-Forderungen gibt, nicht gefunden): (siehe: http://www.bildungsstreik-marburg.de/forderungen http://bildungsstreikmainz.blogsport.de/forderungen)

  • Soziale Öffnung der Hochschulen: Ausbau von Studienplätzen für weniger Zulassungsbeschränkung, Abschaffung von Studiengebühren, gebührenfreie Bildung gesetzlich verankern, Studenten finanziell unabhängig ohne Kredite, Abschaffung von Diskriminierung (auch ggü. Ausländern)
  • Bachelor/Master ändern: Bachelor nicht als Regelstudienabschluss, keine Regelstudienzeit, Verschulung und Dauerprüfung, individuelle Schwerpunkte setzen, mobil zwischen den Unis sein
  • Demokratisierung des Bildungssystems: Abbau wirtschaftlicher Zwänge, Viertelparität in Hochschulgremien, verfasste Studienschaften mit politischem Mandat einführen
  • Lehr- und Lernbedingungen verbessern: mehr Lehrpersonal (in den nächsten 3 Jahren mindestens 8000 neue Professoren, 4000 Mittelbaustellen und 10000 Tutorenstellen), bessere Beschäftigungssituation für Unimitarbeiter, Umsetzung freier alternativer Bildungskonzepte, Förderung aller Studierenden gegen Elitebildung, Einheit von Lehre und Forschung statt Exzellenzinitiative

Forderungen Dresden:

Stand 13.11.09 Bundesebene (soll heute abend, 13.11. mit AG Koalitionsvertrag abgestimmt werden): (siehe: http://www.htw-dresden.de/~fsr_lblp/wiki/pot81/index.php/Forderungen_Bundesebene)

  • Master für alle statt nur für 2/3 der Bachelor
  • Bachelorstudienzeit flexibler, zB. falls nötig bis zu vier Jahre
  • Master für alle (statt nur für 2/3 der Studierenden)
  • Flexiblere Bachelorsemesterzeiten → Je nach bedarf auch auf 4 oder mehr Jahre ausweiten (z.B. Geisteswissenschaften Lese- und Diskussionsintensiv → braucht Zeit!!)
  • Lernendenentgeld (Siehe System in Finnland), mindestens aber Erleichterung für den Zugang zu BAföG+ höhere Sätze (wie auch Bildungsministerin Schavan forderte), nicht nur für Stipendiaten, wie im Koalitonsvertrag vorgesehen
  • Förderung für Menschen aus sozial benachteiligten Milieus, nicht nur Ausbau Stipendien, der vorallem besser gestellte Milieus erreicht
  • Flexiblere Anrechnung für Credipoint aus Auslandsstudium
  • Keine Studiengebühren!!Keine soziale Selektion.
  • Finanzielle Unterstützung der Universitäten durch den Bund (hierzu bedarf es einer Überarbeitung der Föderalismusreform) Investitionen in Bildung sind Investitionen in die Zukunft!
  • Garantie der Freiheit von Forschung und Lehre (s.o. Bzgl. Finanzierung: Man muss von Drittmitteln unabhängig bleiben)
  • Teilzeitstudium für Mütter/Väter
  • Bildung als Selbstzweck erhalten: nicht nur Ausbildung für Wirtschaft; nicht nur Ausrichtung auf Leistung

Landesebene: (siehe http://www.htw-dresden.de/~fsr_lblp/wiki/pot81/index.php/Forderungen_Landesebene)

  • Studiengebühren verhindern (bis dato unklare Lage, was/wieviel/für wen eingeführt wird, aktuelle Befürchtung: bei Überschreitung der Regelstudienzeit gibt es dann hohe Gebühren, besonders ungerecht für Eltern etc.)
  • Studiendauer für Bachelor flexibel machen: nach Bologna nicht auf 6 Semester beschränkt, also auch nicht so umsetzen! 7, 8, 9 Semester ermöglichen.
  • Akkreditierung von Studiengängen VOR der Immatrikulation: Bachelor in D-Land noch nicht hoch angesehen, akkreditieren könnte Abschluss stärken
  • Dipom für naturwissenschaften möglicherweise als alternativen Abschluss erhalten (weltweit anerkannt, Staatsexamen bleibt ja auch, bei Hochschulwechsel muss man sich auch Bachelor-Kram anerkennen lassen)
  • Teilzeitstudium für alle, die nicht Vollzeit studieren können, ermöglichen: Gasthörer dürfen Prüfungen ablegen, keine Gebühren für Langzeitstudium, Menschen ohne Hochschulreife leichter zulassen (Brückenkurse), mehr Raum für freiwillige Kurse
  • Studientische Mitbestimmung verbessern: nur 20% im Hochschulrat Studenten, deshalb dem Hochschulrat als unifremden und kleinen Gremium Kompetenzen entziehen
  • Finanzierung der Hochschulen verbessern: jedem immatrikuliertem Studenten einen Sitzplatz im Hörsaal sichern, Betreuungsverhältnis verbessern

Forderungen an den Rektor: Lasse ich mal sein, da sie hochschulintern sind… wer nachgucken will: http://www.htw-dresden.de/~fsr_lblp/wiki/pot81/index.php/Forderungen_Rektor

Forderungen Greifswald:

Stand 13.11.09 (siehe: http://bildungsstreikhgw.wordpress.com/2009/11/10/aktualisiertes-grundsatzdokument/)

  • Die geplanten Budgetkürzungen nicht durchführen
  • Gegen die Einführung von noch mehr Studiengebühren, für die Abschaffung der bereits bestehenden Studiengebühren
  • Universitätsgebäude rennovieren und mehr Lehrende für Greifswald (durch Kürzungen / zu wenig Geld schlimme Zustände, bis hin zum Komplettausfall von Veranstaltungen und Verzögerungen des Studiums, finanzielle Folgen für Studenten!)
  • Erhalt des Status der Volluniversität und Erhalt der Lehramtsstudiengänge für Greifswald
  • Master für alle, willkürliche Zugangsbeschränkung unnötig
  • Bachelorstudiengänge reformieren: freiere Fächerkombination der „General Studies“, sollen auch weniger in die Gesamtnote einfließen, Verschulung diskutieren
  • Studenten sollen in allen Hochschulgremien paritätisch vertreten sein, für mehr Mitbestimmung. Mehr Mitbestimmung auch für Schüler.
  • Bolognaprozess ist gescheitert. Europaweite offene Debatte über Bachelor/Master Zukunft wird gefordert.
  • Asta, Stupa und Senat müssen diese Themen diskutieren.
  • Vollversammlung am 9.12. soll diese Themen debattieren.

Forderungen Mönchengladbach:

Stand 13.11.09 (siehe: http://www.bildungsstreik-am-niederrhein.de/die-forderungen.html) … der Studierenden:

  • Abschaffung von Studiengebühren
  • Abschaffung von Bacholor und Master in der derzeitigen Form
  • Abbau von wirtschaftlichen Zwängen im Bildungsbereich
  • Einführung von verfassten Studierendenschaften mit politischem Mandat in allen Bundesländern
  • Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen
  • Beendigung prekärer Beschäftigungsverhältnisse im Bildungsbereich
  • Förderung aller Studierenden statt einseitiger Elitenbildung

… der Schülerinnen und Schüler:

  • Eine Schule für Alle – Weg mit dem mehrgliedrigen Schulsystem
  • Kostenlose Bildung für Alle
  • Mehr Lehrer(innen), kleinere Klassen
  • Beendigung des Einfluss der Wirtschaft auf die Schulen
  • Gegen Schulzeitverkürzung! Wie dem G8-Abitur!
  • Schluss mit Repressionen gegen Schüler und Schülerinnen
  • Für eine Demokratisierung des Bildungssystems

Forderungen Basel:

Stand 13.11.09 (siehe: http://www.unsereuni.ch)

  • Gegen die Verschulung des Studiums: Dazu gehören unter anderem die Einrichtung eines angemessenen Betreuungsverhältnis und die Abschaffung der Präsenzkontrollen.
  • Wiedereingliederung des ausgelagerten Personals (Reinigung, Catering) und angemessene Arbeitsbedingungen.
  • Abschaffung des Unirates in der heutigen Form, mehr Transparenz bei den Finanzströmen. Wir wünschen uns demokratischere Strukturen an der Universität, der Entscheid über das Angebot an Studiengängen soll nicht bei Vertretern der Privatwirtschaft liegen.
  • Abschaffung der Studiengebühren
  • Kernforderungen, werden in AGs ausdiskutiert/konkretisiert und vom Plenum dann abgesegnet

Forderungen Landau/Pfalz:

Stand 13.11.09

(siehe: http://bildungsstreiklandau.blogsport.de/2009/11/11/forderungen)

  • Freie Bildung für alle nach UN-Menschenrechtskonvention Artikel 26: jeder hat ein Recht auf Bildung
  • Mehr Demokratie an (Hoch-)schulen: Mit- und Selbstverwaltung der Studenten, Einschränkungen des Demonstrations- und Meinungsfreiheitsrechts aus dem Entwurf des Hochschulgesetzes streichen
  • Diskriminierung bekämpfen: Barrierefreie Unis, mehr Frauen in allen Bereichen des Bildungswesen, bessere Integration von Studenten mit Migrationshintergrund
  • Mehr Geld und Raum für Bildung: bessere Finanzierung von Lehrpersonal und Räumlichkeiten
  • Gebührenfreie Bildung: Lernmittelfreiheit, Abschaffung sämtlicher Gebühren von KiTa bis Universität
  • Mehr Zeit für Bildung: 13jähriges Abitur wieder einführen, Abschaffung starrer Zeitpläne fürs Studium
  • Alle fördern statt Elite fördern: BAFöG statt Stipendien, alle fördern statt nur Elite-Unis
  • Freier Zugang zu Bildung: keine Beschränkung von Bachelor- und Masterplätzen, NC abschaffen
  • Ökonomisierung und Verschulung der Bildung stoppen: Fehlentwicklung des Bologna-Prozess korrigieren, Bildung öffentlich finanzieren, nicht durch Wirtschaft. Bildung im Geiste des Humanismus, nicht des Kapitalismus.
zusammenfassungen_der_bereits_bearbeiteten_forderungskataloge.txt · Zuletzt geändert: 31.12.2009 18:10 (Externe Bearbeitung)
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