Stimmungsbild: Wollen wir das Thema Verbeamtung demnächts weiterbehandlung, Roxanne arbeitet das etwas aus und stellt es am Sa. beim Schülerplenum vor.
* Einschub Dominik: Zeitstrahl Der Besetzung liegt aus, Tragt euch doch bitte mit dem inoffiziellen Terminen noch ein.
RB: Ich habs vergessen was ich sagen wollte….a, ja die Patentgschichte haben wir ja schon irgendwie unter ökonomisierung der Bildung. RB: Das Umsetzen von Forderungen ist nicht unsere Sache… sondern von Politikern RB: Die Merkel bekommt 24000Euronen im Monat.. RB: Die Lehrenden kommen manchmal auch auf locker 20-30000EUR im Monat RB: Politiker verdienen gar ded so vui…. gell Hinweis: Das Pospapier ist vom 30.11, pos. Stimmungsbild uns in künftigen Plenars wieder mit Positionen und Inhalten auseinander zu setzen RB: Wir (Plenum) haben vor einem Monat ja schon am Pospapier schon rumgearbeitet, Es gab zum Thema Schulpolitik fast keine Streitpunkte, alle sollen das Pospapier lesen, mal wieder reinlesen RB: Es gab ja schon Vörschläge am FR u. Sa die ins Pospapier aufgenommen werden sollen
* RB: Die AG Inhalt trifft sich Mi 13Uhr am Infopoint
* VV: wir verschieben das ganze bis sich jeder informiert hat
Weshalb besetzen wir? Wir nehmen uns einen öffentlichen, d.h. auch uns gehörenden Raum zurück. Weshalb nehmen wir ihn uns zurück? Heißt „öffentlich“ nicht, es gehört jedem und jeder, ungeachtet von Geschlecht, Alter, Nationalität u.s.w.? Die Gesellschaft hat den Begriff der Universität als einen Platz des und für den Geist definiert. „Geist“ heißt Nachdenken, Reflexion. Reflexion ist die in-bezug-setzung von mir, meiner eigenen Subjektivität, zu dem, was ich wahrnehme. Das bedeutet automatisch auch - Kritik.
Kritik ist der Vergleich meiner Definition von dem was ich wahrnehme, mit dem wie mir das Wahrgenommene offiziell definiert wird.
Wird die Universität - und auch die Schule - , die ursprünglich auch ein Ort der Vermittlung von Geist und Kritik sein sollte - ihrer mit den Begriff „Geist“ und „Kritik“ verbundenen AUfgaben noch gerecht?
Erfüllen Universität und Schule heute noch die ihnen von der Gesellschaft gestellten Aufgaben?
Wahrnehmung - der Ausgangspunkt von Kritik, weil Kritik wisch mit dem auseinandersetzt, was ich wahrnehme, sei es visuell, akustisch, olfaktorisch oder taktil - ist etwas, zu dem ic mich entshcliesse, d.h. auch notwendig mit Wahlrfreiheit verbunden. Wir setzen das, zu dessen Wahrnehmung wir uns entschliessen, immer mit unserer Individualität, mit de, wie wir sind, in bezug. Für einen Fisch ist die Beobachtung von Vögeln relativ uninteressant. Bieten uns Universitäten und Schule in ihrem heutigen Zustand noch die Möglichkeit, das, wa wir wahrnehmen, in bezug zu denm, was wir als unsere Individualität, unsere Einzigartigkeit begreifen, zu setzen? Haben wir tatsächlich noch die Wahlmöglichkeit in bezug auf das, womit wir uns auseinandersetzen wollen?
Der Begriff der „Bildung“, von dem Studenten/innen und SCHüler/innen schon längst vereinnahmt worden sind, ist schon ebenso lange vom Subjekt zum Objekt gewandert. D.h. der Begriff ist zu etwas von aussem gesetztem geworden und bedeutet nicht mehr eine Herausentwicklung aus mri selbst nach der Definition meiner Individualität und Eigenheit, sondern er beinhaltet das Bild, zu dem ich werden soll. Was ich werden soll /will, definiere micht mich ich selbst, sondern Pädagogen, Lehrer, Dozenten, Professoren.
Dem entgegen steht der Bildungsbegriff, der seinen Ausgangspunkt im Selbst hat. Er stellt die Frage, „Wer bin ich, was will ich? was sind meine Potentiale/Anlagen?“.
Das Bild, auf das ich mich hinentwickle, wird von mir selber definiert und nciht von wohlmeinenden Müttern, Lehrern, Pädagogen und Kulturbürokraten. Das Grundgesetz gearantiert jedem Bürger dieses Landes - zu „Bürgern“ gehören auch Studenten/innen, SChüler/innen und Minderjährige - die freie Entfaltung der eigenen Persönlichkeit. EIn Manko bei unsrem Kampf um diese REcht ist, dass wir bislang die strukturell unterschiedliche Situation derer, die in den Schulen dem BEgriff der „Bildung“ ausgesetzt sind, und derer, die den Begriff „Bildung“ an der Universtiät erfahren, auch ggü der Öffentlichkeit, zuwenig heruasgearbeitet haben.
WÄhrend Universität im Idealfal pure Wissensvermittlung bedeutet, ist das Individuum in der Schule zusätzlich noch einer Verhaltenskonditionierung der Pädagogik, ausgesetzt. EIn/e Schüler/in bekommt nicht einfach „Wissen“ (als Dünger zur Entfaltung seiner/ihrer Individualität/Persönlichkeit) vermittelt. sondern er /sie sieht sich auch oft genug denütigenden Versuchen seitens des Lehrpersonals ausgesetzt, ihn/sie “ auf Linie“ zu bringen. D.h. soweit zu bringen, einen Punkt ausserhalb des eigenen Selbst anzusteuern, einen Punkt,der mit den eigenen Potentialen und Eigenschaften, den eigenen Wahrnehmungsbedeutungen, nichts mehr zu tun haben muss.
1000 Schüler/innen Selbstmorde pro Jahr sprechen eine deutliche, wenn auch oft nicht von jedem gehörte oder verstandene Sprache. Jeder einzelne Schüler/innenselbstmord ist einer zuviel und stellt unser sogenanntes „Bildungs“system an sich in frage.
Notfalltelefone - deren Hinweise gut versteckt in den hintersten Ecken der U-Bahnen sind - sind geradezu ein Hohn auf die tagtägliche, zum Teil schamlos augeübte Praxis der unter dem fürsorglichen und mütterlichen Mantel der Pädagogik stattfindenden Individualitätsbehinderungen oder -zerstörung.
Wir müssen uns der von der universitären sich strukturell grundlegend unterscheidenden Situation von Schüler/innen - die größtenteils durch ihre Minderjährigkeit noch zusätzlich diskriminiert sind - stellen, um unsere Solidarität mit unserem nächsten und wichtigsten Bündnispartner, den Schülern und Schülerinnen, zu stärken. Solidarität ist kein Lippenbekenntnis.
Wir sollten uns auch daran erinnern, dass die BEsetzung - die am 5. November in der Kunstakademie ihren Ausgangsort hatte - ohne die Schüler - mit deren Forderungen wir uns zu Beginn noch eindeutig identifiziert hatten - nicht möglcih gewesen wäre.
Dies hier ist ein nicht auf Studenten/innen beschränkter Bildungsstreik.
Schon vergessen?
abgehakt.
abgehakt.