AG Selbstironier_Innen

Alles ist beliebig erweiterbar, macht mit! Oder schickt eine Email an ancaleth@gmail.com (roxanne). selbstironie@unsereunibrennt.de wird demnächst eingerichtet.

TO Selbstironier_Innen-Film

Projekt vorstellen
  • Redebeitrag AG Selbstironier_Innnen: Das erste Projekt der Ag Selbstironier_Innen besteht im Schreiben eines Skriptes, dass den tagtäglichen Wahnsinn (das Plenum führt sich ja ständig selbst ad absurdum) dokumentiert. Wenn das steht, wird verfilmt!
  • Gegenrede: Unser Protest ist ein ernsthafter Protest und AGs wie Selbstironier_Innen oder Beischlaf oder so unterminieren die ganze Bewegung!
  • Gegenrede zur Gegenrede: Natürlich kommt das wieder von der Presse AG, die sind ja nur darauf bedacht, wie wir nach außen hin repräsentiert werden, und nicht, was hier inhaltlich geschieht.
  • Verfahrensvorschlag: Darf im Audimax dann überhaupt gefilmt werden?
  • Redeleitung: Das ist kein Verfahrensvorschlag. Verfahrensvorschläge bitte schriftlich vorne einreichen.
  • Gegenrede: Das ist Diskriminierung gegen Personen mit Schreibschwächen, evtl. trauen die sich dann nicht, ihren Vorschlag einzureichen. Ich finde die Redeleitung etwas tendenziös und außerdem sollten wir auch dort mehr auf Genderisierung achten. Antrag auf Erweiterung der Redeleitung um ein Mädchen.
  • Redebeitrag: Wir sind heute nur 5 Leute.
    • Mädchen schauen geniert weg
  • Redeleitung: Na Mädels, wie siehts aus?
  • Redebeitrag: Frauen sind manchmal schüchterner als Männer, deswegen traut sich jetzt niemand. Und im übrigen kann es auch daran liegen dass wir für eine Sendung gefilmt werden, die unseren Untergang dokumentieren möchte.
    • eine ewige Debatte über Fotos, Filmen, Livestream und medienfreie Ecken entspinnt sich, während der eine japanische Touristin mit Kamera am Balkon zusammengeschissen wird.
  • Redebeitrag AG Selbstironier_Innen: Jetzt habe ich ja eine halbe Stunde auf meinen Redebeitrag gewartet, und wollte mich erstmal allen Redner_Innen vor mir anschließen, das ist genau meine Meinung und hat schon alles ausgedrückt, was ich sagen wollte - nur halte ich jetzt gerade ein Mikro in der Hand und red halt ein bisschen rum, eigentlich fällt mir schon gar nichts mehr ein. Ach ja, meine Meinung ist richtiger als eure, also stimmt gefälligst auch so ab!
  • Redeleitung: Wir stimmen gerade gar nichts ab.
  • Redebeitrag AG Selbstironier_Innen: Ach so, ja, jetzt erinnere mich, ich hatte noch einen sachdienlichen Hinweis, nämlich filmen wir nicht das Audimax mitten in seinen kaputtesten Momenten, vielmehr stellen wir es nach, am besten mit besonders schlechten Schauspielern.
  • Plenumsgeschrei: Schauspieler_Innen!
  • Redeleitung: Keine Zwischenrufe. Schauspieler_Innen.
  • Redebeitrag AG Selbstironier_Innen: Wer hat dich eigentlich überhaupt zur Redeleitung gemacht? Ich stelle die Parteifrage!
Skript

Chimara, wo ist das Skript?

Anregungen
  • lustige Details, die beim ersten Betrachten des Films kaum auffallen
    • ein Studenten, der nebenbei seinen Stundenplan macht oder von seinen O-Phase-Tutoren einen Studiumsfahrplan bekommen hat, der auf jeden Fall möglichst absurd sein muss -nicht im Kamerafokus, aber so, dass der Zuschauer reinschauen kann-… 4, 5 Semester, die nur aus einführenden Kursen (am besten aus anderen Wissenschaften, als derjenigen, die man eigentlich studiert), Seminaren wie „How To Answer College Exams for Advanced Students, Part 3“ und ähnlichem besteht. So ein bisschen wie in den (frühen) Simpsonsfolgen, bei denen man auch beim x-ten Male oft noch neue, lustige Details finden kann.
  • Fokus auf Nebenschauplätze
    • aus dem Anfangschaos des Gesamtplenums heraus langsam auf eine Person übergehen und entweder in ihre Gedankenwelt oder ihre jüngere Vergangenheit hinein
      • Gedankenwelt-Variante
        • Dort stellt sie sich vor, wie sie eine starke Rolle einnimmt, und dabei das Plenum aus dem aktuellen Chaos herausführt
        • inhaltliches und Engagements-Tief, und wie sie dafür von den anderen gefeiert, bewundert, angefeuert wird.
        • Persönlich gut fände ich, wenn sich das ganze immer stärker beschleunigt, am besten natürlich exponentiell, und die Leistungen, von denen die Person sich vorstellt, dass sie sie (mit dem Plenum/der Bewegung zusammen bzw. für diese) erbringt, immer überhöhter werden.
        • Dann wäre nur die Frage, ob man von diesem Höhepunkt ein bisschen langsamer oder total plötzlich in die Realität des Plenums zurückblendet, in der sich absolut nichts voranbewegt hat, während der Zeit, in der der Film sich auf die Gedankenwelt der Einzelperson konzentriert hat.
        • Möglich, dass die erste Variante (die „Ich-trage-die-Revolution“-Variante ;) ) häufiger Männer betrifft und sich darum n männlicher Schauspieler anbietet.
      • Vergangenheits-Variante
        • Man sieht, wie die Person den ganzen Tag vor dem Plenum probt, versucht gute Dinge beizutragen, und sich dabei unglaublich abplagt.
        • Beliebig mit der Gedankenwelt-Variante verbindbar.
        • Ist irgendwie traurig, aber filmtechnisch gesehen könnte man da einen sehr guten Kontrast herstellen, zwischen einerseits der Einzelperson, die den ganzen Tag damit verbringt, Sachen zu proben oder Beiträge sich auszudenken, und da in Details&Co viel Zeit und Mühe investiert, und dann trotzdem in Passivität verharrt (Angst, Schüchternheit; abschreckendes Verhalten des Restplenums; weitere Interpretationsmöglichkeiten), und andererseits Leuten im Plenum, die für relativ unwichtige Dinge (spontan) sehr viel reden, ohne dass es irgendjemandem etwas bringen würde… (könnte man z.B. so lösen, dass man vor dem fade-in [in die Gedankenwelt/Vergangenheit] eine Plenumsperson etwas reden lässt und beim fade-out [also der Rückkehr in die Realität] die gleiche Person immer noch redet, am besten mit leicht anderen Wort nochmal genau das Gleiche wie direkt vor dem fade-in.)
    • In beiden Varianten ist natürlich wichtig zu zeigen, dass in der Realität die Person total passiv bleibt, ganz im Gegensatz zu den Gedanken/dem Proben vorher.
  • Absurditäten, die man im Film anbringen könnte:
    • 1. Situation: Von sich aus ist das „ungezügelte“ Plenum zwar theoretisch eine richtige Basisdemokratie, in der Realität wird es schnell eine „Demokratie der Starken, der Lauten, der Aggressiven“. Den Schutz der restlichen Plenumsbevölkerung, also derjenigen, die zu schüchtern sind, vor vielen Menschen etwas zu sagen, gerade wenn es ihnen persönlich sehr am Herzen liegt, und sie nicht -durch inhaltliche Kritik oder durch aggressive Antworten der anderen Plenumsteilnehmer- verletzt werden wollen, und sicher zu stellen, dass auch sie am Plenum teilnehmen können, ist schwierig. Wahrscheinlich braucht es perverserweise einen der Starken, der aggressiv den Schutz durchsetzen muss.
    • 2. Situation: Das Plenum bzw. die Plenumsregeln führen bei ihrer Achtung und Einhaltung automatisch dazu, dass das Plenum sich selbst behindert. In nachfolgender Beispiel-Szene tut sich das Plenum durch seine Regeln schwer, überhaupt zu starten. (Von Flexibilität bei Lösung an sich kleiner Probleme, trotz einhelliger Plenumsmeinung, ganz zu schweigen. Aber solange das Plenum wenigstens nicht automatisch implodiert, gibts immerhin noch Hoffnung :) .)
  • Hey schreibt doch auch mal noch was „konstruktives“ :-)

TO Übernahmeprojekt

TO Stilblüten der Besetzung

  • “… Weil wir dementsprechend noch nicht wissen, ob wir dementsprechend am Montag dementsprechend…“
  • „Nein, Brandstiftung hatten wir abgelehnt. Brandschutz ist was anderes.“
  • „Wir haben hier wichtigere Dinge zu tun als uns um den Brandschutz in diesem Haus zu kümmern.“
  • „Brottest aufs Land tragen“ - IT
  • „Noch jemand für die TU? [statt TO]“ - Redeleitung
  • „Die harte Krebsschale und das zarte Huberfleisch“
  • „Das ist unverantwortungslos!“
  • „Das war schlampig gezählt - ich habe nicht gemerkt, dass ich gezählt wurde!“
  • „Will noch irgendjemand was abstimmen?“
  • „Das sollte man sich geistig mal durch den Kopf gehen lassen.“
  • „Alle Forderungen stehen geschlossen hinter euch.“
  • „Ich fühl mich ständig vergewaltigt, weil mich niemand ernst nimmt.“
  • “[…] dann auf jeden Fall in Kontakt geblieben sein werden muss.“
  • “… wir machen dann halt als Plenum nen Betriebsausflug [nach Bonn]…“
  • “[…] sie sollten mit uns trinken … nicht gegen uns“
  • „Ich als Schüler hatte immer Angst vor Studenten. Die hatten schon Abi und wussten immer alles, und ich fand mich irgendwie… ich hatte Minderwertigkeitskomplexe gegenüber diesen Leuten.“
  • Redeleitung: “… also ich bin drauf…“
  • “[…] Menschen mit Migrationshintergrund… oder -vordergrund“
  • „Habt ihr eigentlich nen Ständer?“ (es ging um den Weihnachtsbaum…)
  • RB: Wenn wir mit Schüler_Innen arbeiten möchten, müssen wir was machen. Wir sind viel zu sehr gefangen an unserer Welt!
  • RB: Woran liegts wohl? (schaut sich im Unihörsaal um)
  • RB: Naja, wir haben ein träges Hirn.
  • RB: Wir brauchen dringend mehr ManpowerInnen
Fragen, die das Plenum bewegen
  • „Darf die AG Problemlösung ohne Plenungsbeschluss beschließen, weniger als 7 Vorlesungen zuzulassen?“
  • „Wie kann das Plenum beschließen, dass es nicht beschlussfähig ist?
  • Unibrennt befasst sich mit Brandschutz?
ag_selbstironierer_innen.txt · Zuletzt geändert: 31.12.2009 18:10 (Externe Bearbeitung)
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