dozenten@unsereunibrennt.de
1. Tätigkeitsfelder der AG Dozenten
2. Zwischenstand der Umfrage
3. Anonyme Kommentare der Lehrenden
4. Material (Schreiben, Fragebogen)
Die Liste der uns unterstützenden DozentInnen ist jetzt auf der Hauptseite!!!
Die Auswertung der Umfrage wurde aktualisiert!!!
Aus gegebenem Anlass sei darüber informiert, dass sich der Protest der Studierenden keineswegs gegen die Lehrenden richtet und es ebenso wenig um einen Boykott der Lehrveranstaltungen geht!
Hierzu wurde ein Fragebogen (s. Material) erarbeitet und an 670 zufällig ausgewählte DozentInnen geschickt. Diejenigen, die nicht per E-Mail kontaktiert wurden und ebenfalls an dieser Evaluierung teilnehmen möchten, mögen ihn bitte ausgefüllt an die oben genannte Kontaktadresse schicken.
Jeder Lehrende ist eingeladen, diesen Fragebogen auszufüllen - egal, ob er den Forderungen und der Besetzung positiv oder negativ gegenüber steht. Je mehr Fragebogen ausgefüllt werden und je verschiedener die Meinungen sind, desto aussagekräftiger wird das Bild zuletzt.
Es ist zur Beantwortung des Fragebogens notwendig, die Forderungen der BesetzerInnen zu kennen. Sollte dies nicht der Fall sein, bitten wir Sie, diese unter www.unsereunibrennt.de/forderungen einzusehen.
Hierzu wird eine Liste von Lehrenden erstellt, die dann auf www.unsereunibrennt.de veröffentlicht wird.
Bevor es zur Veröffentlichung kommt, wird der dazu online gestellte Text noch einmal mit den UnterstüzerInnen abgesprochen. Sie unterschreiben nichts blind!
Auf Anregung einer Dozentin wird eventuell geplant ein Treffen für interessierte DozentInnen zu organisieren, da die Vernetzung unter den einzelnen Fakultäten sehr schlecht ist. Es soll dabei um lehrendespezifische Probleme und Forderungen gehen. Interessierte melden sich bitte unter dem oben genannten Kontakt. Wir können erst planen, sobald klar ist, dass tatsächlich Interesse bei den DozentInnen besteht.
Stand: 17. Dezember 19.30 Uhr
Der Fragebogen wurde an ca. 670 DozentInnen aller Fakultäten geschickt, die zufällig ausgewählt wurden. Unmittelbar darauf folgten 6 Abwesenheitsnotizen und 12 Fehlermeldungen, sodass 658 DozentInnen aufgefordert waren, den Fragebogen auszufüllen. 6 DozentInnen sprachen ihre (vollkommene) Unterstützung aus, ohne den Fragebogen auszufüllen, und 1 Dozent lehnte die Teilnahme (und zugleich die Besetzung) schriftlich ab. 1 Dozent antwortete ohne Fragebogen, dass er die Forderungen gelesen habe. Zusätzlich antworteten 2 DozentInnen wegen technischer Probleme ohne Fragebogen. 1 Dozent antwortete ebenfalls ohne Fragebogen, dass er sich aufgrund seiner Emeritierung nicht mehr angesprochen fühle.
Die Beteiligung der DozentInnen erwies sich insgesamt als eher enttäuschend – worin auch immer die Gründe liegen mögen. 70 der angeschriebenen DozentInnen antworteten mit Fragebogen. Insgesamt (mit den zehn oben erwähnten DozentInnen) gab es 80 Antworten. Somit liegt eine Beteiligung von 12 % vor.
Achtung: Wenn im Folgenden von „die DozentInnen“ die Rede ist, bezieht sich das freilich nur auf diejenigen, die an der Umfrage teilgenommen haben.
* bedeutet, dass alle DozentInnen diese Frage beantwortet haben
1. Beteiligung in den Fakultäten
01 (Kath. Theologie): 5
02 (Evang. Theologie): 2
– Ausbildungseinrichtung für Orthodoxe Theologie: 1
03 (Jura): 4
04 (BWL): 4
05 (VWL): 1
-
07 (Medizin): keine
08 (Tierärzte): keine
09 (Geschichte, Kunst): 12
10 (Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft): 3
11 (Psychologie, Pädagogik): keine
12 (Kulturwissenschaften): 9
13(/14) (Sprach- und Literaturwissenschaften): 8
15 (Sozialwissenschaft): 3
16 (Mathe, Informatik, Statistik): 1
17 (Physik): keine
18 (Chemie, Pharmazie): keine
19 (Biologie): 1
20 (Geowissenschaften): 3
Keine Fakultät angegeben: 15
2. Zur Besetzung des Audimax stehen die DozentInnen folgendermaßen*
5,7% lehnen sie komplett ab
1,7% lehnen sie ab, weil sie selbst von Raumverlegungen betroffen sind
62,8% unterstützen die Besetzung, weil sie als Druckmittel wichtig ist
18,5% stehen ihr neutral gegenüber
11,4% haben anderes angegeben (Lob für Engagement, Verständnis für Motivation, aber Ablehnung wegen Raumverlegungen, zu langer Dauer u.a.)
3. Teilnahme an Plena*
73% der DozentInnen haben an keinem Plenum teilgenommen, 27% haben es getan. Von letzteren wollen es 75% wieder machen, 25% nicht mehr. Auf die Frage, ob sie nach diesem Schreiben an einem Plenum teilnehmen wollen, haben 21 Dozenten zugesagt.
4. Kenntnis der Forderungskataloge an die LMU und das Wissenschaftsministerium*
67% kannten die Forderungen bereits
33% haben sie zum ersten Mal gelesen
5. Die Forderungen an die LMU*
11% unterstützen die Forderungen voll und ganz
67% stimmen weitgehend damit überein
21% können nur wenige unterstützen
Niemand hat sie komplett abgelehnt.
6. Die Forderungen an das Wissenschaftsministerium*
13% unterstützen die Forderungen voll und ganz
65% stimmen weitgehend damit überein
21% können nur wenige unterstützen
1% lehnt sie komplett ab
7. Die Einladung zu den Plena und die (jetzt erfolgte) Kenntnis der Forderungen haben die Haltung der DozentInnen gegenüber den BesetzerInnen
bei 76% nicht verändert (viele Kommentare, dass sie eben schon vorher positiv war), bei 23% verbessert, bei einem Prozent verschlechtert.
8. Das Schreiben der BesetzerInnen hat bei den DozentInnen bewirkt
Für die meisten hat sich nichts geändert. Wie oben schon erwähnt, wollen 21 Dozenten ein Plenum besuchen, mehrere haben sich bereit erklärt, einen Vortrag zu halten – dies wurde bereits an die AG Programme weitergeleitet. Unter „Anderes“ gab es folgende Anmerkungen zur Haltung: kleiner Sympathiegewinn, bessere Information, mehr Interesse, weiteres Verfolgen, Diskussion in eigenen Veranstaltungen, Solidaritätsbekundungen.
Die Auswertung der Fragebögen wird erst online gestellt, wenn die Zahl der Antworten möglichst hoch und somit einigermaßen repräsentativ ist.
Allen DozentInnen wurde Anonymität zugesprochen. Dennoch hier eine kleine Auswahl an Positionen, positiven und negativen Kommentaren. Manche verbittern, die Mehrzahl aber ist aufbauend - wir erhalten sehr veil Zuspruch!!!
Aufforderung eines Dozenten, die Besetzung zu beenden, ein Fortführen würde die Universität spalten
Forderungen seien “bildungspolitischer Unsinn“
“Ich wünsche Ihnen viel Kraft für Ihre Arbeit und freue mich über Ihr Engagement“
“Ich wünsche Euch viel Erfolg bei der Durchsetzung Eurer Forderungen. Bleibt beharrlich! Laßt Euch durch nichts entmutigen!“
“Viel Glück!“
“Weiter so - lasst euch nicht unterkriegen!“
“Viel Erfolg und Durchhaltevermögen“
“Substanzvolle Kritik und ein Protest, den ich vollkommen unterstütze“
“Herzliche Grüße und weiterhin viel Erfolg!“
Kommentar eines Privatdozenten:
“Sehr geehrte Kommilitoninnen und Kommilitonen, als einer, der den Niedergang der Bildung in Deutschland betrauert, habe ich Verständnis für das Aufbegehren der Studierenden. Die zunehmende Überreglementierung verdirbt einem die Lust am Studieren - jedenfalls in den Geisteswissenschaften. Die Folge ist, dass nicht mehr die Lehrinhalte im Zentrum des Studiums stehen, sondern die Noten des Abschlussexamens. Ich bitte Sie aber auch um Verständnis dafür, dass ich mich nicht weiter in die Problematik einschalten kann; (…) die Privatdozentur nehme ich zusätzlich zu meinem mich ganz ausfüllenden Beruf wahr. Mit allen guten Wünschen grüßt Sie, (…)“
“Sie haben meine Sympathie - völlig, ohne Einschränkungen“
Frage, ob nicht andere und/oder zusätzliche Mittel (dann nämlich Fokus nicht nur auf studentischen Interessen)günstiger wären
“Viel Verständnis dafür, aber (…) sie ist zu lang“
Die meisten DozentInnen, welche die Frage nach der Teilnahme an Plena mit „nein“ beantwortet haben, nennen als Grund dafür Zeitmangel durch die hohe Arbeitsbelastung. Ein Lehrender (um sein/ihr Geschlecht auch anonym zu halten) hat als Grund für den Nichtbesuch von Plena angegeben: “Ich bin gegen Basisdemokratie“
Daneben wurden als Gründe aber auch geäußert: mangelnde Informationen, fehlendes Verständnis für Forderungen, die Nichtbetroffenheit eines Fachbereichs wegen positiverer Verhältnisse als allgemein
“Mich hat Ihre Disziplin und ihr Umgang miteinander beeindruckt. Sie leben dort Demokratie, wie man es in unserem demokratischen Staat nicht oft antrifft. Ich würde gerne öfter kommen, schaffe es aber einfach aus Zeitmangel nicht (Lehr- und Forschungsbelastung)“
“War interessant die Diskussion mitzuerleben, allerdings sehr langwierig – bemerkenswert dass sie die Geduld dabei nicht verlieren!“
Viele aber fanden die Initiative des Fragebogens gut, da sich die Lehrenden vorher eher nicht angesprochen gefühlt haben (“Danke für die Einbeziehung der Dozenten“), bei einigen hat er bewirkt, dass sie jetzt ein Plenum besuchen wollen (also reißt euch zusammen!!!), unsere Forderungen werden weiter verbreitet, auf jeden Fall aber hat es bei vielen zu größerem Interesse geführt und einen Anreiz zum Weiterverfolgen gegeben.
“Beeindruckende Leistung nach relativ kurzer Beratungszeit, jede einzelne ist sinnvoll und realistisch, auch aus Dozentensicht“ (Gegenrede: s. Negatives)
Zum Punkt der Studiengebühren: “Die Studienbedingungen sind nicht besser geworden. Mit Studiengebühren hätte ich früher nicht studieren können.“
“Ich sympathisiere ich Ihren Forderungen“
“Ich unterstütze die Anliegen der Studierenden“
“Darf ich Sie in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, daß das die ersten Informationen dieser Art waren, die mich (und ich nehme mal an: auch meine Kollegen) von Ihrer Seite erreicht haben? Vielleicht ist es vor diesem Hintergrund weniger verwunderlich, daß so wenige von uns Ihre Plena besucht haben“
“Ich begrüße es sehr, dass Sie uns nun explizit einbeziehen und einladen, da ich persönlich mich bisher von Ihren Aktivitäten nicht angesprochen gefühlt habe“
“Ich finde es grundlegend, dass man als Studierender eine Position zu seinen Studienbedingungen / zu seinem Studium bezieht. Im Zuge meiner Veranstaltung diskutiere ich wöchentliche über die Proteste und die Studienbedingungen und versuche so auch die zu einer Auseinandersetzung anzuregen, die nicht ins Audimax kommen, bzw. sich ansonsten nicht zu Wort melden. Sprich, nur weil man nicht im Plenum sichtbar wird, heißt es nicht, dass man nicht handelt.“
Sehr geehrte Dozentinnen und Dozenten,
wie Sie wissen, halten wir seit über drei Wochen das Audimax der LMU besetzt. Bisher haben aber nur sehr wenige von Ihnen unsere Plena besucht oder sich bereit erklärt, Vorträge in unserem alternativen Bildungsprogramm zu halten.
Da wir der Auffassung sind, dass Sie die momentane Bildungssituation ebenso betrifft wie uns Studierende würden wir auf diesem Wege gerne erfahren, warum Ihre Beteiligung bisher so gering ist und wie Sie zu unserer Besetzung und unseren Forderungen stehen.
Deswegen haben wir einen kurzen Fragebogen erarbeitet, den zu beantworten wir Sie bitten (am besten bis Montag 16 Uhr). Wir versichern Ihnen, dass Sie dabei absolut anonym bleiben. Sobald wir Ihre Angaben zur Auswertung übernommen haben, löschen wir Ihre E-Mail – auch im Fragebogen selbst bitten wir Sie nur um eine Angabe zu Ihrer Fakultät und dem Fach, welches Sie unterrichten. Ihre Namen spielen keine Rolle, außer Sie erklären sich bereit, ein Vortrag zu halten – dann geben wir das an die AG Programm weiter.
Sofern Sie unsere Forderungen noch nicht kennen, können Sie diese im Anhang nachlesen.
Wir würden uns freuen, möglichst viele Antworten zu erhalten, um ein aussagekräftiges Bild zur Haltung unserer Lehrenden an der LMU zu erhalten.
Außerdem möchten wir Sie herzlich einladen, an unseren Plena teilzunehmen.
Mit den besten Grüßen,
die BesetzerInnen des Audimax (AG Dozenten)
P.S.: Sollten Sie bereit sein, Ihre Solidarität mit Ihrem Namen für uns auszusprechen, bitten wir Sie eine gesonderte E-Mail an dozenten@unsereunibrennt.de zu senden. Ihre Namen werden dann gesammelt auf unserer Internetseite www.unsereunibrennt.de bekannt gegeben.
(Vorneweg gesagt sei, dass die Kritik, der „Fragebogen war wirklich total wie von Totalanfängern gemacht“ schon gekommen ist! ;)
FRAGEBOGEN ZUR EVALUATION DER BESETZUNG SEITENS DER LEHRENDEN
Bitte entfernen Sie die nicht entsprechenden Kreuze bei den Antworten und füllen Sie (optional) die Lücken aus. Senden Sie diesen Fragebogen anschließend bitte an dozenten@unsereunibrennt.de zurück.
1. Ich lehre (optional)
Fakultät:
Fach:
2. Zur Besetzung des Audimax stehe ich persönlich folgendermaßen
a) Ich lehne sie komplett ab [X]
b) Ich lehne sie ab, weil meine Veranstaltungen von Raumverlegungen betroffen sind [X]
c) Ich unterstütze sie, da sie als Druckmittel wichtig ist [X]
d) Ich stehe ihr neutral gegenüber [X]
e) Anderes:
3. Teilnahme an Plena
a) Haben Sie schon einmal an einem Plenum teilgenommen? [X] ja [X] nein
Grund:
b) (bei „ja“) Würden Sie noch einmal an einem Plenum teilnehmen? [X] ja [X] nein
Grund:
c) Haben Sie vor, an einem Plenum teilzunehmen? [X] ja [X] nein
Grund:
4. Die Forderungskataloge an die LMU und das Wissenschaftsministerium
a) Kannte ich schon [X]
b) Habe ich jetzt zum ersten Mal gelesen [X]
5. Die Forderungen an die LMU
a) Ich unterstütze sie voll und ganz [X]
b) Ich stimme weitgehend damit überein [X]
c) Ich kann nur wenige Forderungen unterstützen [X]
d) Ich lehne sie komplett ab [X]
Kommentar (optional):
6. Die Forderungen an das Wissenschaftsministerium
a) Ich unterstütze sie voll und ganz [X]
b) Ich stimme weitgehend damit überein [X]
c) Ich kann nur wenige Forderungen unterstützen [X]
d) Ich lehne sie komplett ab [X]
Kommentar (optional):
7. Die Einladung zu den Plena und die (jetzt erfolgte) Kenntnis der Forderungen haben meine Haltung gegenüber den BesetzerInnen
a) nicht verändert [X]
b) verbessert [X]
c) verschlechtert [X]
d) Anderes:
8. Das Schreiben der BesetzerInnen hat bei mir bewirkt
a) nichts [X]
b) dass ich ein Plenum besuchen werde [X]
c) dass ich bereit bin, einen 20-minütigen Vortrag zu einem bildungsspezifischen Thema mit anschließender Diskussion im alternativen Bildungsprogramm zu halten. Hierfür erkläre ich mich bereit, dass meine E-Mail-Adresse an die AG Programm zur weiteren Absprache weitergegeben wird.
d) Anderes: